Was ist das beste Facelifting?

  • Prof. Dr. Engel
  • 03.07.2026
  • 5 Minuten
Der Inhalt dieser Seite wurde durch Prof. Dr. Engel geprüft, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie.
Das beste Facelift?
The Q | Plastic & Aesthetic Surgery
  • 360+ Glückliche Patienten

Wer sich mit dem Thema Facelifting beschäftigt, stößt schnell auf unterschiedliche Begriffe wie Mini-Facelift, SMAS-Facelift oder Deep Plane Facelift. Viele Patientinnen und Patienten fragen sich deshalb, welche Methode heute die besten und natürlichsten Ergebnisse ermöglicht.

Aus heutiger chirurgischer Sicht gilt das Deep Plane Facelift als einer der modernsten Ansätze der Gesichtsverjüngung. Der Grund liegt in der Anatomie des Gesichts: Altersbedingte Veränderungen entstehen nicht nur an der Hautoberfläche, sondern vor allem in den tieferen Gewebeschichten.

Genau hier setzt das Deep Plane Facelift an. Statt lediglich überschüssige Haut zu straffen, werden die abgesunkenen Gewebestrukturen gemeinsam mit dem SMAS-System anatomisch korrekt repositioniert. Dadurch entsteht keine oberflächliche Straffung, sondern eine natürliche Wiederherstellung der ursprünglichen Gesichtskonturen.

Kurz gesagt:

Das Deep Plane Facelift gilt heute als Goldstandard der operativen Gesichtsverjüngung. Anders als bei rein oberflächlichen Straffungen werden die tieferen Gewebestrukturen angehoben. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das: natürlichere Ergebnisse, weichere Gesichtskonturen und ein frischerer Ausdruck, ohne dass das Gesicht operiert wirkt.

Für wen eignet sich das Deep Plane Facelift?

Das Deep Plane Facelift eignet sich insbesondere für Patientinnen und Patienten, bei denen nicht einzelne Falten im Vordergrund stehen, sondern die gesamte Gesichtsstruktur an Kontur verloren hat.

Viele Menschen bemerken zunächst, dass sie trotz ausreichendem Schlaf oder guter Gesundheit dauerhaft müde wirken. Häufig sind dafür nicht einzelne Falten verantwortlich, sondern abgesunkene Gewebestrukturen, die dem Gesicht einen schwereren Ausdruck verleihen.

  • Typische Veränderungen sind:
  • abgesunkene Wangen mit Verlust der natürlichen Gesichtskontur
  • sogenannte Hängebäckchen entlang der Kieferlinie
  • tiefere Nasolabialfalten durch das Absinken des Mittelgesichts
  • weichere Übergänge zwischen Gesicht und Hals
  • ein insgesamt müder oder erschöpfter Gesichtsausdruck

Gerade in diesen Situationen stoßen minimalinvasive Behandlungen häufig an ihre Grenzen. Hyaluronsäure kann fehlendes Volumen ergänzen, Skinbooster oder Laserbehandlungen verbessern die Hautqualität und Botox entspannt mimische Falten. Keines dieser Verfahren kann jedoch abgesunkene Gewebeschichten wieder dauerhaft an ihre ursprüngliche Position zurückführen.

Genau darin liegt die Stärke des Deep Plane Facelifts. Die Behandlung setzt nicht an den sichtbaren Folgen der Alterung an, sondern an deren anatomischer Ursache. Dadurch kann das Gesicht als funktionelle Einheit harmonisiert werden, anstatt einzelne Regionen isoliert zu behandeln.

Warum klassische Facelifts heute häufig nicht mehr ausreichen

Viele Menschen verbinden ein Facelift noch immer mit einer einfachen Straffung der Haut. Dieses Bild stammt jedoch aus einer Zeit, in der die anatomischen Ursachen der Gesichtsalterung noch nicht vollständig verstanden waren.

Heute weiß man, dass die Haut nur einen kleinen Teil der altersbedingten Veränderungen ausmacht. Die eigentlichen Prozesse beginnen deutlich tiefer. Mit den Jahren verändern sich nahezu alle Gewebeschichten des Gesichts: Das Gesicht verliert an Volumen und sinkt langsam nach unten, Bindegewebe verliert an Stabilität und die natürlichen Haltestrukturen des Gesichts werden schwächer.

Dadurch entstehen nicht nur einzelne Falten. Vielmehr verändert sich die gesamte Gesichtsform. Die Wangen verlieren an Höhe, die Kieferlinie wirkt weniger definiert und der Übergang zwischen Gesicht und Hals erscheint weicher. Viele Patientinnen und Patienten beschreiben diesen Eindruck als „müde“, „schwer“ oder „abgespannt“, obwohl sie sich eigentlich fit fühlen.

Beste Facelift Methode

Wird in dieser Situation ausschließlich die Haut gestrafft, bleiben die eigentlichen Ursachen bestehen. Die abgesunkenen Gewebeschichten befinden sich weiterhin an der falschen Position und die Haut muss einen Großteil der Spannung übernehmen. Genau deshalb wirken ältere Facelift-Techniken häufig weniger natürlich und erreichen ihre Grenzen insbesondere bei ausgeprägteren Altersveränderungen.

Die moderne plastische Gesichtschirurgie verfolgt deshalb einen anderen Ansatz. Ziel ist es nicht, die Haut möglichst stark zu straffen, sondern jene Strukturen zu behandeln, die sich im Laufe der Jahre tatsächlich verändert haben.

Warum das Deep Plane Facelift heute als Goldstandard gilt

Das Deep Plane Facelift setzt genau an dieser Ursache an. Im Mittelpunkt steht nicht die Haut, sondern die tieferen anatomischen Schichten des Gesichts.

Während klassische Verfahren Haut und darunterliegendes Gewebe häufig getrennt behandeln, werden beim Deep Plane Facelift die zusammengehörenden Gewebestrukturen gemeinsam mobilisiert und anschließend anatomisch korrekt repositioniert. Dadurch können Wangen, Mittelgesicht, Kieferlinie und Hals wieder in eine Position gebracht werden, die der natürlichen Gesichtsanatomie entspricht.

Für Patientinnen und Patienten bedeutet das vor allem eines: Das Gesicht wird nicht künstlich gespannt oder verändert. Vielmehr werden jene Konturen wiederhergestellt, die im Laufe der Jahre verloren gegangen sind.

Dadurch entsteht häufig ein Ergebnis, das nicht unmittelbar als Operation wahrgenommen wird. Stattdessen wirkt das Gesicht frischer, erholter und harmonischer, ohne seine individuelle Ausstrahlung oder Persönlichkeit zu verlieren.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Haut bei dieser Technik nicht unter starker Spannung verschlossen werden muss. Die Spannung wird vielmehr von den tieferen Gewebeschichten aufgenommen. Das trägt nicht nur zu einer besonders natürlichen Wirkung bei, sondern kann auch langfristig stabile Ergebnisse unterstützen.

Die entscheidende Rolle des SMAS-Systems

Eine zentrale Rolle spielt dabei das sogenannte SMAS-System (Superficial Musculoaponeurotic System).

Dabei handelt es sich um eine stabile Bindegewebsschicht, die direkt unter der Haut liegt und eng mit der Gesichtsmuskulatur verbunden ist. Sie verbindet Haut, Fettgewebe und Muskulatur miteinander und sorgt dafür, dass die einzelnen Strukturen des Gesichts als funktionelle Einheit zusammenarbeiten.

Das SMAS prägt maßgeblich die Konturen von Wangen, Kieferlinie und Hals. Mit zunehmendem Alter verliert jedoch auch dieses Gewebe an Festigkeit. Gleichzeitig sinken die darüberliegenden Fettkompartimente langsam nach unten. Dadurch entstehen typische Altersveränderungen wie Hängebäckchen, tiefere Nasolabialfalten oder weichere Gesichtskonturen.

Genau deshalb reicht es heute nicht mehr aus, ausschließlich überschüssige Haut zu entfernen. Beim Deep Plane Facelift wird das SMAS gemeinsam mit den darüberliegenden Gewebeschichten mobilisiert und wieder an seine ursprüngliche anatomische Position zurückgeführt.
Die Haut folgt anschließend nahezu spannungsfrei der neu positionierten Struktur. Dadurch entsteht keine oberflächliche Straffung, sondern eine Wiederherstellung der natürlichen Gesichtsarchitektur.

Dieser anatomische Ansatz ist einer der wichtigsten Gründe dafür, weshalb das Deep Plane Facelift heute von vielen spezialisierten plastischen Chirurgen weltweit als Goldstandard der operativen Gesichtsverjüngung angesehen wird.

Woran erkennt man ein gelungenes Deep Plane Facelift?

Ein gelungenes Deep Plane Facelift erkennt man häufig gerade nicht auf den ersten Blick.

Das Gesicht wirkt weder gespannt noch verändert. Stattdessen erscheinen die Konturen klarer, die Wangen harmonischer positioniert und der Hals definierter. Gleichzeitig bleiben Mimik, Persönlichkeit und individuelle Ausstrahlung erhalten.

Genau das ist das Ziel moderner Gesichtsverjüngung: nicht ein anderes Gesicht zu schaffen, sondern die natürliche Anatomie so wiederherzustellen, dass das Spiegelbild wieder zum eigenen Empfinden passt.

Prof. Dr. Engel
„Die Frage nach dem ‚besten Facelift‘ lässt sich nicht mit einer einzelnen Technik beantworten. Entscheidend ist vielmehr, welche Methode zur Anatomie und den individuellen Veränderungen des Gesichts passt. Ein gutes Facelift erkennt man nicht daran, dass man die Operation sieht, sondern daran, dass der Mensch wieder frischer aussieht und trotzdem ganz er selbst bleibt.“

Prof. Dr. med. Holger Engel

Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie

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Häufige Fragen

Warum gilt das Deep Plane Facelift als Goldstandard?
Das Deep Plane Facelift berücksichtigt nicht nur die Haut, sondern vor allem die tieferen Gewebestrukturen des Gesichts. Dadurch können abgesunkene Wangen, weichere Gesichtskonturen und Veränderungen im Halsbereich an ihrer eigentlichen Ursache behandelt werden. Das Ergebnis wirkt in der Regel besonders natürlich, da die Haut nicht unter Spannung steht.
Was ist der Unterschied zwischen einem klassischen Facelift und einem Deep Plane Facelift?
Bei klassischen Facelift-Techniken wird häufig vor allem die Haut gestrafft. Beim Deep Plane Facelift werden dagegen die tieferen Gewebeschichten gemeinsam mit dem SMAS-System anatomisch korrekt repositioniert. Dadurch können die natürlichen Konturen des Gesichts wiederhergestellt werden, anstatt lediglich überschüssige Haut zu entfernen.
Bleibt meine natürliche Mimik erhalten?
Ja. Ziel des Deep Plane Facelifts ist nicht, das Gesicht zu verändern oder die Mimik einzuschränken. Durch die anatomische Repositionierung der abgesunkenen Gewebestrukturen bleiben die natürlichen Gesichtszüge und die individuelle Ausstrahlung in der Regel erhalten.
Wie lange hält das Ergebnis eines Deep Plane Facelifts?
Das Deep Plane Facelift kann den natürlichen Alterungsprozess nicht aufhalten, setzt ihn jedoch deutlich zurück. Da die tieferen Gewebestrukturen behandelt werden, gelten die Ergebnisse häufig als besonders langfristig stabil. Wie lange das Ergebnis anhält, hängt unter anderem von der individuellen Hautqualität, genetischen Faktoren und dem Lebensstil ab.
Kann ein Deep Plane Facelift mit anderen Behandlungen kombiniert werden?
Ja. Häufig wird das Deep Plane Facelift mit weiteren Verfahren kombiniert, um unterschiedliche Ebenen der Gesichtsalterung gezielt zu behandeln. Dazu gehören beispielsweise eine Halsstraffung, eine Oberlidstraffung, ein Eigenfetttransfer oder Laserbehandlungen zur Verbesserung der Hautqualität.
Sieht man nach einem Deep Plane Facelift operiert aus?
Das Ziel eines modernen Deep Plane Facelifts ist genau das Gegenteil. Statt die Haut sichtbar zu straffen, werden abgesunkene Gewebestrukturen wieder an ihre ursprüngliche Position gebracht. Dadurch wirkt das Gesicht häufig frischer, erholter und harmonischer, ohne dass der Eindruck eines „operierten Gesichts“ entsteht.
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