Wie bekommt man Schlupflider weg?

  • Prof. Dr. Reichenberger
  • 24.05.2026
  • 6 Min.
Der Inhalt dieser Seite wurde durch Prof. Dr. Reichenberger geprüft, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie.
Wie bekommt man Schlupflider weg?
The Q | Plastic & Aesthetic Surgery
  • 360+ Glückliche Patienten
Schlupflider entstehen meist nicht plötzlich. Häufig entwickelt sich die Veränderung über Jahre hinweg: Die Haut im Bereich der Oberlider verliert an Spannkraft, das Gewebe wird schwerer und die Lidkontur wirkt weniger klar.

Für viele Betroffene geht es dabei nicht nur um Müdigkeit im Ausdruck. Oft entsteht das Gefühl, dass die Augen weniger offen wirken oder das Gesicht nicht mehr die eigene Ausstrahlung widerspiegelt.
Entscheidend ist dabei die Ursache der Veränderung. Nicht jedes Schlupflid entsteht ausschließlich durch Hautüberschuss. Auch die Position der Augenbrauen, die Gewebestruktur oder tieferliegende anatomische Veränderungen spielen eine Rolle.
Wie bekommt man Schlupflider weg?

Kurz gesagt:

Je nach Ausgangssituation kommen unterschiedliche Behandlungen infrage, von einer Oberlidstraffung über kombinierte Straffungskonzepte bis hin zu minimalinvasiven Verfahren. Entscheidend ist nicht allein die Entfernung von Haut, sondern die Wiederherstellung einer natürlichen und offenen Lidkontur.

Welche Behandlungen helfen gegen Schlupflider?

Oberlidstraffung

Die Oberlidstraffung ist die effektivste Behandlung bei ausgeprägten Schlupflidern.
Dabei wird überschüssige Haut gezielt entfernt und die natürliche Lidkontur wieder freigelegt. Je nach Ausgangssituation kann zusätzlich tieferliegendes Gewebe angepasst werden, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen.
Die Narbe liegt später in der natürlichen Lidfalte und ist in der Regel kaum sichtbar.
Besonders geeignet bei deutlichem Hautüberschuss und schwer wirkenden Oberlidern

Minimalinvasive Behandlungen

Bei leichteren Veränderungen können auch nicht-operative Verfahren sinnvoll sein.
Dazu gehören beispielsweise:

  • Laserbehandlungen
  • Hautstraffung
  • Verbesserung der Hautqualität

Diese Verfahren können die Haut unterstützen und feine Veränderungen verbessern. Sie ersetzen jedoch keine operative Straffung, wenn bereits deutlicher Hautüberschuss vorhanden ist. Besonders geeignet bei frühen oder leichten Schlupflidern

Kombination verschiedener Verfahren

In manchen Fällen entsteht ein Schlupflid nicht ausschließlich durch überschüssige Haut am Oberlid. Häufig verändert sich die gesamte Augenregion: Die Augenbrauen sinken leicht ab, das Gewebe verliert an Spannung und die Übergänge zwischen Lid, Brauen und Stirn wirken schwerer.
Wird in solchen Situationen nur Haut am Oberlid entfernt, kann das Ergebnis zwar kurzfristig straffer wirken, die eigentliche Ursache der Veränderung bleibt jedoch teilweise bestehen.
Deshalb kann es sinnvoll sein, verschiedene Verfahren miteinander zu kombinieren. Je nach Ausgangssituation wird die Oberlidstraffung beispielsweise mit einer Anhebung der Augenbrauen oder einer gezielten Hautstraffung ergänzt.
Dadurch wird nicht nur das Lid selbst behandelt, sondern die gesamte Augenregion harmonischer ausgeglichen. Ziel ist ein Blick, der offener und frischer wirkt, ohne die natürliche Form der Augen zu verändern.

Gründe für Schlupflider

  • Hautüberschuss am Oberlid
    Die häufigste Ursache ist überschüssige Haut im Bereich des Oberlids. Mit der Zeit verliert die Haut an Elastizität und beginnt, sich über die natürliche Lidfalte zu legen. Dadurch wirken die Augen häufig schwerer und weniger wach.
  • Nachlassende Gewebespannung
    Nicht nur die Haut verändert sich. Auch das darunterliegende Gewebe verliert mit der Zeit an Stabilität. Dadurch kann das Oberlid insgesamt voller wirken und die natürliche Form weniger definiert erscheinen.
  • Abgesunkene Augenbrauen
    In manchen Fällen liegt die Ursache nicht ausschließlich am Oberlid selbst. Sinkt die Augenbraue ab, entsteht zusätzlicher Druck auf das Lid. Dadurch kann ein Schlupflid entstehen, obwohl der eigentliche Hautüberschuss geringer ist.
Prof. Dr. Reichenberger
„Viele Patientinnen stören sich bei Schlupflidern nicht nur an der überschüssigen Haut, sondern daran, dass der Blick mit der Zeit müder, schwerer oder weniger offen wirkt.
Genau deshalb reicht es nicht aus, einfach Haut zu entfernen. Entscheidend ist zu verstehen, wie sich die gesamte Augenregion verändert hat, von der Haut über das Gewebe bis hin zur Position der Augenbrauen.
Ein wirklich gutes Ergebnis erkennt man nicht daran, dass etwas operiert aussieht. Sondern daran, dass die Augen wieder wacher wirken und der Blick seine Natürlichkeit zurückgewinnt.“

Prof. Dr. med. Matthias Reichenberger

Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie

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Häufige Fragen

Wann ist eine Oberlidstraffung sinnvoll?
Eine Oberlidstraffung ist vor allem dann sinnvoll, wenn überschüssige Haut die natürliche Lidkontur verdeckt oder die Augen dauerhaft müde wirken lässt.
Bleibt die natürliche Augenform erhalten?
Ja. Ziel der Behandlung ist nicht, die Augenform zu verändern, sondern die bestehende Form wieder klarer sichtbar zu machen. Die Augen sollen offener wirken, ohne operiert auszusehen.
Wie lange dauert die Heilung?
Schwellungen und Blutergüsse gehen meist innerhalb von ein bis zwei Wochen deutlich zurück. Die endgültige Narbenreifung entwickelt sich jedoch über mehrere Monate.
Ist die Narbe sichtbar?
Die Narbe liegt in der natürlichen Lidfalte und ist nach der Heilung kaum sichtbar.
Kann man Schlupflider ohne OP behandeln?
Leichte Veränderungen können teilweise mit nicht-operativen Verfahren verbessert werden. Bei deutlichem Hautüberschuss ist eine operative Straffung jedoch meist die effektivste und langfristigste Lösung.
Ab welchem Alter treten Schlupflider auf?
Das ist sehr unterschiedlich. Bei manchen Menschen entstehen Schlupflider erst im späteren Verlauf des Alterungsprozesses, bei anderen spielt die genetische Veranlagung bereits früher eine Rolle. Entscheidend ist daher weniger das Alter als die individuelle Veränderung von Haut und Gewebe.
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